Willkommen bei der Gänsewacht!

Update 07.01.2011: Die "Zubereitung Höckerschwan?" ist im Kontext des Vorfalls gewiss in Bezug auf den Gemütszustand typischer Schwanenkiller erhellend. Die an den Tag gelegte "Unsachkunde" bei der Altersbestimmung (S. 2) ist ebenfalls weniger erheiternd als denn aufschlussreich.

Update 12.01.2011: Bei der Fütterungseinrichtung der Jäger handelt sich um ein hölzernes Schwimmplateau mit leichte erhöhter Einfassung. Dieses war mittels einer Kette an einen Landesteg gebunden. Die Enten und Schwäne konnten quasi schwimmend von diesem Plateau das Futter aufnehmen. Der Jagdpächter wurde von Zeugen beobachtet, als er mit Kübeln in seinem Anhänger dort hielt und Maiskörner reinkippte. Die Fütterungseinrichtung wurde nach dem Schwanenmassaker abmontiert. Bereits dies lässt den Zweck der Fütterungen anschaulich klar zu Tage treten: Die Tiere zutraulich machen, um sie dann leichter erschießen zu können. Wäre es den Jägern um "Hege in Notzeiten" gegangen, wäre - der Winter ist noch lang - die Fütterung fortgesetzt worden. So aber ist das Ziel erreicht resp. geschossen und bis zum nächsten Abschusstermin muss in die Überlebenden aus Sicht der Schützen keinerlei Mühe mehr investiert werden. Perfider geht es wirklich nicht mehr..

 

Grünwald – Jäger killen Höckerschwäne und Blässrallen

Vor einem Ausflugslokal in Grünwald wurde am 20.12. 2010 vormittags von 6-8 Jägern eine brutale Jagd veranstaltet, bei welcher vorwiegend Enten, aber auch Blässrallen so wie sämtliche sich dort aufhaltenden Schwäne abgeschossen wurden.

Geschossen wurde von den Jägern überwiegend mit Bleischrot der Handelsbezeichnung Fortuna cal. 12/70 und Waidmannsheil cal. 12/70. Die Hülsen der Schrotmunition wurden von den Jägern achtlos weggeworfen und konnten vom Augenzeugen sichergestellt werden.

Die Tiere befanden sich während des Beschusses auf dem Gewässer, wo sie anschließend sterbend zum Wehr trieben und erst dort von den Jägern aus der Isar gefischt wurden.

Im Folgenden der Bericht des Augenzeugen im Volltext:

Jäger schießen in Grünwald Schwäne tot – tote Schwäne treiben auf der Isar, ganze Familien wurden abgeschossen

Die anwohnenden Menschen füttern diese Tiere, sie haben sogar von den Kindern Namen bekommen. Man begleitet sie durchs Jahr, sieht wie die Jungen heranwachsen und Privatpersonen übernehmen die Fütterung im Winter. Wenn man am Damm spazieren ging, begleiteten die Schwanfamilien die Spaziergänger schwimmend. Sie waren absolut zutraulich. Jetzt sind sie alle tot!

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Bei den drei Schwänen im Bild Nr. 1 handelt es sich um eine Familie, Eltern mit einem noch nicht ausgewachsenen Jungen. Aufgenommen wurde das Foto von der Brücke.

Datum:          Montag vormittag, 20.12.2010
Uhrzeit:         9.00 – 11.00 Uhr vormittags
Ort:                 Isar-Brücke zwischen Grünwald und Pullach
GPS:              N 48.042838, E 11.515387
                        (Im Wohngebiet am Lokal „Brückenwirt“)
Zeugen:        Spaziergänger, Restaurantbesucher

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3 Jagdfahrzeuge mit ca. 8 Personen im Jägermontur, bewaffnet, Hunde

Schießen auf dem Damm und am Wasser entlang Enten, Blässhühner, und vor allem Schwäne, ALLE  Schwanfamilien mit Jungtieren tot. Lassen diese im Wasser sterbend in der Isar treiben zum Wehr. Sie fahren mit den Fahrzeugen am Wasser entlang und holen die grausam verendenden Tiere am Wehr aus dem Wasser.

Die verendenden Schwäne werden zu einem Berg aufgetürmt, Junge waren dabei, aus dem Schnabel blutend, ein fürchterlicher Anblick. Alle Schwäne tot oder am Sterben, es gab keine lebenden Tiere mehr. Ich habe alleine bei meiner Ankunft ca. 9 Schwäne gezählt, die da lagen. Ob schon mehr in die Autos verräumt worden waren weiß ich nicht.

Jäger halten ausgerupfte Federn in der Hand – sind das Trophäen?

Diese Tiere waren zutraulich und wir Anwohner konnten uns jeden Tag an ihrem wunderschönen Anblick erfreuen. Es lebten hier nur wenige Schwäne, hin und wieder ein Pärchen auf weite Strecken. Warum man diese massakriert, verstehen wir nicht.

Es ist ein Akt der Barbarei und regt die Bürger auf:

•    Schießen im Wohngebiet
•    Grausames verenden lassen der Tiere im Wasser
•    Unsinniges Töten aller Schwäne vor Ort
•    Schiessen mit Bleimunition

In der Innenstadt ruft man die Tierrettung wenn man einen verletzten Vogel findet. Hier werden sie am helllichten Tag im Wohngebiet abgeknallt!