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Worauf Sie achten sollten

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Übersicht über jagdbare Gänse und damit verbundene Jagdverstöße

Diese Liste wurde primär zusammengestellt für Niedersachsen, speziell Ostfriesland. Bürger anderer Bundesländer sollten sich ggfs. im Einzelfall über die regionale Gesetzeslage informieren. Wir werden uns bemühen, die Inhalte unserer Seiten in Kürze entsprechend zu ergänzen.

In jedem Fall gilt jedoch bundesweit: Beobachten und dokumentieren Sie im Zweifel alle mutmaßlichen Verstöße gegen das Jagdrecht und informieren Sie die Polizei, denn: Jeder Bürger ist verpflichtet, ihm bekannt gewordene Straftaten zur Anzeige zu bringen. Tut er dies nicht, kann er nach § 258 StGB wegen Strafvereitelung belangt werden. Auch ist jeder, der eine Straftat beobachtet zur Hilfeleistung verpflichtet.

Greifen Sie jedoch keinesfalls selbst aktiv ins Geschehen ein, sondern überlassen Sie alle weiteren Maßnahmen der Polizei!

Wichtig: Jäger haben keinerlei Befugnisse zu Personalienfeststellungen oder zum Festhalten von Personen, außer dem Festnahmerecht für jedermann nach § 127 (I) StPO bei Straftaten auf frischer Tat. Werden Sie von Jägern zur Herausgabe von Filmmaterial oder Ihrer Beobachtungsnotizen bedrängt, übergeben Sie diese ausschließlich der Polizei. Von öffentlich zugänglichen Orten und Plätzen dürfen Sie weiters selbstverständlich alle Beobachtungen durch Fotos dokumentieren und sich natürlich Notizen anfertigen.     


Jagdbare Gänsearten: Grau-, Kanada-, Nil-, Bless- und Saatgans sowie Höcker- schwan. Die beiden letzteren Arten dürfen in Ostfriesland nicht in den folgenden EU-Vogelschutzgebieten bejagt werden: Großes Meer, Leybucht / Krummhörn und Rheiderland, aber im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems!
Verboten ist der Abschuss von Nonnengans, Sing- und Zwergschwan, weil diese KEINE jagdbaren Arten nach dem BJagdG und sie zudem im Anhang I der EU Vogelschutzrichtlinie aufgeführt sind. Jäger verwechseln häufig auch Kanada- und Nonnengans sowie die Schwäne. Die Schwäne sind sicher nur an den Schnabel- abzeichen zu unterscheiden, die muss man kennen. In der Dämmerung oder beim flüchtigen Blick über Kimme und Korn ist eine sichere Identifizierung von Gänsen und Schwänen schlichtweg nicht möglich!

Insbesondere sollten Sie auf folgende Gesetzesverstöße achten:

  • Jagd auf Gänse oder Enten ohne einen brauchbaren Jaghund. Beobachter haben schon erlebt, wie ein Entenjäger auf seinen Haushund im Kofferraum verwies. Der reicht nicht als Jagdhund.
  • Zu hohes Schießen in Gänsepulks (> 30m), man verletzt damit durch die Schrotstreuung viele der überfliegenden Gänse, ohne sie zu töten. (Verstoß gegen §1 TSchG "unnnötiges Töten und Quälen")
  • Abschuss einer geschonten Art (z.B. Blässgans in Vogelschutzgebieten, Ringelgans generell usw.) => Schonzeitvergehen (Straftat! Haft bewehrt, informieren Sie unverzüglich die Polizei!)
  • Abschuss einer geschützten Art (z.B. Nonnen-, Zwerggans, Sing-, Zwergschwan, Kranich usw.) geschossen => Schonzeitvergehen PLUS Verstoß gegen BNatG => ebenfalls Straftat.
  • Es werden Arten geschossen, in einer Zeit oder Situation, in der die Gefahr (!) einer Verwechslung besteht (Schonzeitvergehen nach §1 Abs. 3 BJagdZeit-VO). => ebenfalls Straftat.
  • Bleischrotverbot an Gewässern: Es wird Bleischrot in Gewässernähe benutzt (also auch Feuchtgrünland) => Verstoß nach JagdG und EU- Wasserrahmenrichtlinie, es muss Weicheisenschrot verwendet werden, das schädigt aber u.U. die Läufe der Gewehre. Dieses Verbot wird kaum kontrolliert!
  • Es wird aus dem PKW geschossen
 

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